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Vegan durch die Wechseljahre

Andrea Panz ist ErnĂ€hrungs- und Wechseljahresberaterin und hat ihre Erfahrungen aus beiden Disziplinen in dem Buch „Vegan durch die Wechseljahre“ gepackt. Hier ein Auszug:

Geniale Kombination: Vegan durch die Wechseljahre

Da es in unserem Körper sowohl durch die Dysbalance der Hormone heiß hergeht als auch die schĂŒtzende Funktion derselben wegfĂ€llt, sind wir Frauen nun in der Eigenverantwortung, uns um uns und unsere Gesundheit ganz besonders gut zu kĂŒmmern. SpĂ€testens jetzt sollten wir unseren Lifestyle optimieren. Jede Frau, wie sie kann und mag. Das können Arbeitszeiten sein, Entspannungs-Pausen, die einen festen Platz im Alltag bekommen, ein oder zwei Sportarten, die mit Spaß unser Leben und unsere körperliche Fitness bereichern, und ganz klar: die ErnĂ€hrung. Älterwerden macht schließlich nur Spaß, wenn man dabei fit, gesund und möglichst beschwerdefrei ist.

Vorteile und Benefits

Die vollwertige, pflanzliche ErnĂ€hrung begeistert mich immer mehr, je Ă€lter ich werde. Vielleicht, weil sich die PrioritĂ€ten in meiner Wahrnehmung verschoben haben: „Du bist, was du isst“ – dieser Satz hat eine ganz neue Bedeutung fĂŒr mich. Ich möchte nicht lĂ€nger fĂŒr Leid und Tod von Tieren verantwortlich sein, nur fĂŒr einen kurzen, kulinarischen Genuss. Ich möchte keine Stresshormone, Antibiotika und potenziell krebserregenden Lebensmittel in Form von Fleisch, Wurstwaren und Milch zu mir nehmen. Das Leben ist auch so schon gefĂ€hrlich genug. Stattdessen genieße ich es, mir wunderschöne, bunte Teller mit verschiedenen Aromen, Konsistenzen und Farben zu kreieren. Weil ich mir das wert bin. Essen sollte man zelebrieren, so oft wie möglich.

Ich möchte meinen Körper mit Vitalstoffen aus der Pflanzenwelt fĂŒllen, die Kraft und Lebensenergie spĂŒren, mich leicht und gut versorgt fĂŒhlen. Kein schlechtes Gewissen, sondern ein gutes GefĂŒhl beim Essen haben. FĂŒr weniger Kalorien mehr FĂŒlle auf dem Teller genießen. Bessere Blutfettwerte bekommen und mein Risiko fĂŒr SchlaganfĂ€lle und Herzinfarkte reduzieren. Die Ballaststoffe in der Nahrung dĂŒrfen meine Verdauung unterstĂŒtzen, Giftstoffe ausscheiden helfen und fĂŒr ein gesundheitsförderndes Darmmikrobiom sorgen. Ich möchte, solange es geht, gesund und krebsfrei leben und morgens ohne Schmerzen aus dem Bett aufstehen können. Die vollwertige, pflanzliche ErnĂ€hrung versorgt uns mit reichlich Vitalstoffen, entzĂŒndungslindernden Fetten, genug Ballaststoffen und einer FĂŒlle an schĂŒtzenden, sekundĂ€ren Pflanzenstoffen. Gerade jetzt, in und nach den Wechseljahren, ohne den bisherigen hormonellen Schutzschirm, unterstĂŒtzt eine solche ErnĂ€hrung damit den Darm, das Immunsystem, den Stoffwechsel und die Psyche. Mehr wollen wir doch gar nicht, oder?

Gelenkschmerzen werden bedingt durch Hormonabfall und EntzĂŒndungsprozesse und kommen oft in SchĂŒben.

Meine Empfehlung:

  • Entscheide dich fĂŒr eine entzĂŒndungsarme, pflanzliche ErnĂ€hrung
  • Verzichte möglichst auf Industriezucker und einfache Kohlenhydrate
  • Achte auf eine gute NĂ€hrstoffversorgung etwa mit Ballaststoffen, sekundĂ€ren Pflanzenstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Omega3-Algenöl
  • WĂŒrze jede Mahlzeit mit entzĂŒndungshemmenden GewĂŒrzen wie zum Beispiel Ceylonzimt, Ingwer, Kurkuma. Siehe auch die GewĂŒrze in dem Kapitel „Basics: Was du immer im Haus haben solltest“
  • Versuche, dein Übergewicht zu bekĂ€mpfen (viszerales Fett befeuert EntzĂŒndungen).